Coriolanus

Vorsicht, Blut.

(Vorlage)

In der Verfilmung des gleichnamigen Shakespeare-Stückes wurde mir zum ersten Mal klar, warum jemand auf die Idee kommen konnte, Ralph Fiennes als Lord Voldemort zu besetzen. Ich hatte ihn sonst nur in „Der Vorleser“ gesehen, als die gealterte Version Michaels, und da war er mit seiner Haupttätigkeit, melancholisch gucken, nicht recht ausgelastet. „Coriolanus“ ist dagegen ein Film wie ein Faustschlag, brutal, direkt und voller Intrigen, das alte Rom transportiert in eine moderne Kulisse, die irgendwo in Südamerika sein könnte oder einer abgewrackten Balkangegend. Fiennes spielt den Krieger Gaius Martius, der sich ganz allein durch das feindliche Corioles schlägt und (fremd)blutüberströmt dem Feind nicht nur entkommen, sondern ihm auch noch gewaltig in den Hintern tritt, als eine Mischung aus brutalem Schlägertyp, berechnendem Sadisten und cholerischem Möchtegern-Politiker, dessen Hass auf das Volk, das er verteidigt, ihm schließlich zum Verhängnis wird. Das, und ein unerwarteter Anflug von Milde. Aber wer könnte Vanessa Redgrave (!) etwas abschlagen.

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