Fünf Stunden

Wenn ich erwähne, dass meine Hauptbeschäftigung zur Zeit darin besteht, fünfstündige Klausuren zu schreiben, ernte ich meistens Entgeisterung, gefolgt von Varianten der Frage „Und was macht man da so lange?!“ Denn die Fragesteller wissen ja nicht, dass man in dieser Zeit 10 bis 15 Seiten „Aktenauszug“, häufig  in Form eines Urteils, juristisch korrekt zu bewältigen hat. Da steht wenig Überflüssiges drin, aber gerade scheinbar harm- und sinnlose Nebensätze haben es in sich. Ich hab mal versucht, einen typischen Klausurverlauf zu visualisieren (Klick macht groß und hoffentlich lesbar):

18000sekunden

12 Kommentare

  1. Das war bei mir in der Schule immer noch sehr unterschiedlich. Ich hatte so eine sonderbare Phase, in der mir bei Physikklausuren die Zeit immer bei Weitem nicht reichte, bei Deutschklausuren kam ich hingegen immer mit der Hälfte aus, in Mathematik kam ich ziemlich gut hin.
    Im Studium wars eigentlich auch immer so, dass die Zeit recht gut passte, aber da hatten wir auch eh keine so langen Klausuren mehr, soweit ich mich entsinne.

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    1. Bis zum ersten Examen hatte ich nur selten derartige Zeitprobleme, meistens hat es ziemlich punktgenau hingehauen. Vielleicht liegt´s auch daran, dass die Klausurenstile von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich sind – die sächsischen Klausuren waren anspruchsvoller vom Rechtlichen her, aber die beabsichtigten Schwerpunkte leicht zu erkennen, während es hier in NRW umgekehrt ist.

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  2. Ist zwar schon ewig her, aber mir war die Zeit bei Deutschaufsätzen früher auch immer zu kurz. Bis ich auf den Dreh gekommen bin, zu Beginn nicht mehr endlos über eine „Gliederung“ des Themas (die war Pflicht und mußte mit abgegeben werden) zu grübeln. Habe also immer erst den Aufsatz geschrieben und danach dann die Gliederung zusammengestellt. Das fiel mir leichter. War zwar verkehrt herum, aber was soll’s, letztendlich zählt das Endergebnis und das reichte meist für eine „1“. 😉 Aber bei „Urteilen“ wäre solch eine Vorgehensweise wahrscheinlich fatal.

    PS: Gibt es dieses Jahr eigentlich wieder einen Adventskalender oder fehlt es dir dazu an Zeit bzw. Lust?

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    1. Deutschaufsätze waren immer sehr speziell… mir ist ewig nichts eingefallen, dann habe ich hektisch irgendeine verrückte Theorie oder Interpretation runter geschrieben, und mein Lehrer (jedenfalls der in der Oberstufe) fand´s überraschend oft toll. Das mit den Gliederungen abgeben kommt mir auch irgendwie bekannt vor, aber bei Urteilen muss man leider vorher immer genau wissen, was man schreiben wird, weil man mit dem Ergebnis anfängt und sich vom Allgemeinen zum Speziellen vorarbeitet.

      Was den Adventskalender betrifft, ringe ich noch mit mir. Lust hätte ich schon, aber mit der Zeit sieht es dieses Jahr schlechter aus als im letzten, und bevor es wieder im Chaos endet, setze ich vielleicht doch besser ein Jahr einfach aus. Mal sehen… freut mich jedenfalls, mal wieder von dir zu hören! Vielleicht klappt es ja wenigstens mit einem Rezept, oder so.

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      1. Zu deinem letzten Absatz: Dafür habe ich vollstes Verständnis. Es gibt wichtigere Dinge. War ja auch nur eine ganz „unverbindliche“ Anfrage meinerseits.

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  3. Apropos Zeichnen:
    Vielleicht hast du ja Lust, mal diese Art Kunst zu probieren? Dann hast du auch gleich was zu essen und brauchst an dem Tag nichts mehr kochen. Wär doch praktisch. 😉

    Also, ich find’s genial:

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      1. Ja, da ist höchstwahrscheinlich neben Geschick, absolutes Timing gefragt. Denn gerade die unterschiedlichen Bräunungsgrade ergeben ja das Bild. Da ist sicher eine Menge Übung von Nöten. Wer das so hinkriegt wie in dem Video: *Hut ab*. 🙂

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