Sieben

Wir unterbrechen den Adventskalender erneut für…

(Hihi. Lovely.)

Also, erst mal, Danke! dasmanuel hat mich mit meinem ersten Blogaward und der freundlichen Wortschöpfung „jurisprudencelovely“ bedacht (und außerdem, auch wenn´s schon länger her ist, aber das tut dessen Genialität keinen Abbruch, mit diesem phantastischen Logo).

Und anscheinend gibt es keinen Blog-Award ohne Regeln:

Verlinke die Person, die dich nominiert hat. Eben getan.

Blogge die Spielregeln und präsentiere den Award (hier der Link zum Banner). Auch erledigt. Jedenfalls zur Hälfte, ich finde den Link zum Banner nicht und meine, dass es auch ohne geht.

Veröffentliche 7 Fakten über dich. Denn mal los:

1. Meine Augen haben nicht exakt die gleiche Farbe. Das linke ist graublau, das rechte eher graugrünblau.

2. In meinem Portemonnaie befindet sich ein Organspendeausweis.

3. Ich fahre bei so ziemlich jedem Wetter mit dem Fahrrad.

4. Ich habe einen Besserwisser- und einen Helferkomplex. Das prädestiniert mich entweder für den Anwaltsberuf, oder ich sollte von genau sowas die Finger lassen.

5. Manchmal wünsche ich mir inständig, ich hätte einfach ein Handwerk gelernt.

6. Stanislaw Wyspianski ist mein Lieblingsmaler. Wenn ich irgendwann mal so malen kann, dann bin ich zufrieden.

 

Nominiere 7 andere Blogger. Aus der Lektüre anderer Blogs meine ich zu wissen, dass viele der Award-/Stöckchen-Sitte etwas zwiespältig gegenüberstehen. Aber ich hab ja nicht umsonst Jura studiert und kann deswegen mit Regeln Dinge machen, sie zum Beispiel teleologisch reduzieren. (Nicht theologisch. Te-leo-logisch, von telos, Ziel: eine Regel auf ihren Sinn zurückführen und entsprechend anwenden [*räusper*4.*hüstel*]). Ziel des Ganzen scheint mir zu sein, dass möglichst viele Leute viele Blogs verlinken und also Leserinnen und Bloggerinnen zueinanderfinden, die sich noch nicht kannten, oder die Leser etwas über den Geschmack des jeweiligen Bloggers erfahren. Das geht aber auch ohne Stöckenpflicht, deshalb habe ich beschlossen, hier einfach sieben im engeren oder weiteren Sinne „lovely„…ige Blogs vorzustellen.

1. WTF, Evolution?! Nach menschlichen Maßstäben hat die Evolution einen Haufen seltsamer, absurder und grässlicher Dinge hervorgebracht. „Intelligent Design“ versagt als Argument spätestens bei den Babirusas, deren Eckzähne in den eigenen Schädel wachsen können.

2. Kleine grüne Monster. Das bislang einzige Naturkosmetikblog, dass selbst ich Kosmetikverächterin gern lese. Vermutlich, weil es dort nicht nur um Kosmetik geht, sondern um alles mögliche, was das Leben bunter und nachhaltiger macht.

3. Eschergirls. Eine Sammelstelle für Frauendarstellungen in Filmen, Comics und sonstigen Medien, bei denen die Abwägung „sexy“ vs. „halbwegs korrekte Proportionen“ zuungunsten der Porportionen ausging. Lustig und ärgerlich.

4. Jenny Trout. Auf nicht mehr rekonstruierbaren Wegen bin ich auf ihre „50 Shades of Grey“-Rezensionen gestoßen. Mal abgesehen davon, dass ich diese Bücher jetzt ätzend finden kann, ohne sie lesen zu müssen, schreibt sie einen Haufen anderer interessanter Sachen zum Thema Feminismus, Körperbilder, Self-Publishing und Verlagswesen.

5. Alina. Auf ihrem Blog ist es schon lange ruhig, aber ihre Posts sind nach wie vor lesenswert, vor allem die zur Sterbebegleitung.

6. euredurchlaucht. Fotographieren auf die gekonnt-ästhetische Art ist etwas, was mir völlig abgeht. Zum Glück gibt es Leute, die sowas können, bei denen gehe ich dann immer gucken und bin beeindruckt.

7. The Gaiety Girl. Vor einiger Zeit hatte ich mir in den Kopf gesetzt, zeichnerisch etwas in Richtung Steampunk auszuprobieren, und bin dabei auf ihre Artikel über die Viktorianer gestoßen (empfehlenswert ist vor allem dieser hier über die angebliche Prüderie der Epoche).

 

7. Für diesen Post habe ich aus unerfindlichen Gründen absurd lang gebraucht.

9 Kommentare

  1. “Intelligent Design” versagt als Argument spätestens bei den Babirusas, deren Eckzähne in den eigenen Schädel wachsen können.

    Nur wenn die Vertreter von Intelligent Design den „Sündenfall“ außer Acht lassen oder leugnen (ich weiß nicht, ob sie das tun) könnte man von Versagen des Argumentes sprechen, ansonsten nicht.

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    1. Als ich vor dem Veröffentlichen nochmal nachgeguckt habe, stand nichts zum Sündenfall dazu, jedenfalls nicht bei Wikipedia. Ich wüsste auch sonst nicht, dass das in dem Zusammenhang eine Rolle spielt. Aber es wird dich vermutlich nicht überraschen, wenn ich sage, dass der Sündenfall in meinen Augen nichts ändert, weil ich nun mal nicht an den Sündenfall glaube.

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  2. Nein, es überrascht mich natürlich nicht. Ich meine deine Ansichten diesbezüglich zu kennen. Ich wollte auch nur zum Ausdruck bringen, dass für mich persönlich Babirusas und Intelligent Design keinen Widerspruch darstellen. Meiner Ansicht nach spielt der Sündenfall (wenn man wie ich daran glaubt 😉 ) insofern eine Rolle, da sich dadurch in der vorher perfekten Schöpfung vieles ins Negative verkehrt hat, so auch bei den Babirusas. Wir brauchen das aber hier nicht weiter zu vertiefen. Ich wollte das Beispiel einfach nur nicht so stehen lassen, da die Sache doch nicht so einfach ist, wie es auf den ersten Blick erscheinen mag.

    Leute, die nicht an den Sündenfall glauben, aber trotzdem Verfechter von Intelligent Design sind, könnten allerdings, wie du richtig bemerktest, Probleme mit dererlei Dingen bekommen. Ich nicht.

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  3. Hi Joan,
    ein verspätetes: Danke sehr! Hat etwas länger gedauert, vermutlich habe ich sogar länger gebraucht als Du selbst, aber jetzt habe ich brav getan, wie mir aufgetragen wurde.

    Zu Deinem Punkt 5: aus Erfahrung glaube ich, das Du Dir das nicht wirklich wünscht 😉

    Gruß
    ulli

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    1. Das Warten hat sich ja gelohnt…

      und zur Nr. 5: Es hat letztendlich auch seinen Grund, dass ich kein Handwerk gelernt habe. Aber gelegentlich ist das Gras eben anderswo viel grüner. Was spricht denn deiner Erfahrung nach dagegen?

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      1. Aus meiner Erfahrung spricht z.B. dagegen, dass es auf Baustellen laut, kalt und staubig sein kann (auf Dauer gesundheitsstörend, auch Verletzungsrisiko), aber das meinte ich eigtl nicht (zumal das jetzt auch in erster Linie auf ein Baustellenhandwerk zutrifft). Worauf ich eher hinauswollte ist, dass Du Dich im Handwerk vermutlich unterfordert fühlen würdest. Also so intellektuellmäßig.

        Ich denke, wenn Du Dir wünscht, ein Handwerk erlernt zu haben, dann weil Du Dir darunter eine klare, einfache Arbeit vorstellst, deren Ergebnis Du auch sofort siehst, mit einem freien Kopf nach Feierabend. Das trifft auch in etwa zu. Man braucht sich nach Feierabend meist nicht mehr um die Arbeit zu kümmern und hat nen freien Kopf, zumindest wenn man im Angestelltenverhältnis steht. Eine überschaubare Verantwortung.

        Aber Du wärst überqualifiziert und zwar von Beginn der Ausbildung an (ich weiß jetzt natürlich nicht, an welches Handwerk Du denkst, aber die meisten Handwerker haben Real- oder Hauptschulabschluss und Du hast ja mit Sicherheit Abi). Daher würdest Du nach der Ausbildung weiterstreben und evtl Meister oder Techniker machen und entsprechend mehr Verantwortung müsstet Du übernehmen (Was ich schreibe setzt voraus, dass ich verstehe, warum Du Dir manchmal wünscht einfach ein Handwerk gelernt zu haben und da rate ich natürlich nur oder vermute halt. Also vermutlich wünscht Du Dir das mit dem Handwerk, wenn Du Dich vllt gerade vom Studium überfordert fühlst, etwas sehr schwierig ist, zu viel zu lernen, zu viel Stress oder so).

        Naja, besser kann ich es leider nicht in Worte fassen, warn ja jetzt auch schon zu viele…

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        1. Danke für die ausführliche Antwort, und entschuldige bitte, dass ich so ewig zum Reagieren gebraucht habe.
          Im Wesentlichen liegst du völlig richtig, ich hätte manchmal wirklich gern abends etwas, auf das ich draufhauen oder vielleicht besser zeigen kann und sagen „das hab ich gemacht, deswegen hab ich mich heute so gestresst“. Den ganzen Tag an einem Gutachten zu basteln, dass ich am Ende nicht mal ausdrucke, sondern per eMail verschicke, ist schon verdammt abstrakt.
          Ob ich im Handwerk intellektuell unterfordert wäre – wer weiß. Baustellensachen wären sicher nix für mich (auch wegen der von dir beschriebenen Bedingungen), das kenne ich auch von meinem Vater. Wenn, würde ich eher in Richtung Kunsthandwerk tendieren, ich wollte zB eine Zeitlang Goldschmiedin werden. Und dann eröffnen sich ja auch haufenweise Felder, auf denen man sich fortbilden kann/muss.

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