Aquarell

Zwei Portraits

Irene Adler („Sherlock“, BBC)

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Vanessa Ives („Penny Dreadful“, Showtime/BSkyB)

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Ich hasse Aquarellfarben. Mal wieder. Aber es ist ein produktiver Hass.

„Mach doch mal ein Portrait mit Aquarellfarben“, sagte mein Zeichenlehrer neulich. „Da muss man locker und präzise gleichzeitig sein!“, sagte er. „Kriegst du hin“, meinte er.

Nach den zwei Übungsportraits muss ich feststellen, dass er ausnahmsweise mal Unrecht hat: präzise kann ich, locker nicht. Vor allem nicht bei den Hintergründen – ich bin unglücklich, wenn ich nicht exakt kontrollieren kann, wo die Farbe hinläuft, aber genau das macht den eigentlich Reiz der Aquarelltechnik aus (meistens verwende ich sie eher als „gewöhnliche“ Wasserfarben auf trockenem Papier, nicht auf nassem, wie es gedacht ist). Aber Portraitzeichnen macht unerwartet viel Spaß, auch wenn hinsichtlich der Ähnlichkeit sicher noch Luft nach oben ist.

18. Türchen

Das heutige Türchen beruht auf dem Wunsch eines Lesers, der gern meinen Lieblingsfilm- oder -serienprotagonisten in einem weihnachtlichen Kontext sehen wollte. Es gibt eine Menge gute Serien- und Filmfiguren, aber unter meinen persönlichen Top Five hat sich Wednesday Addams am längsten gehalten. (Ich hätte ja auch gern, um etwas Aktuelleres zu nehmen, Kevin Spacey als Francis Underwood in „House of Cards“ gezeichnet, aber meine Portraits von ihm sahen immer aus wie ein Mittelding aus Willy Brandt und Caligula). Deswegen gibt es, passend zum Mittwoch, Wednesday.

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Da Wednesday mit Weihnachten eher wenig am Hut hat, könnte ich mir, angelehnt an diese Szene (ab 02:56) etwa folgende Situation vorstellen:

„Wednesday, wo ist der Weihnachtsmann?!“

– „Welcher Teil davon?“

 

 

 

11. Türchen

Bekanntlich sind wir hier bei „Wünsch dir was“, jedenfalls zur Zeit, und deswegen geht es heute gleich weiter mit den „Auftragsarbeiten“. dasmanuel hat sich „Bad Santa“ gewünscht, was mich vor eine gewisse Herausforderung stellte. Denn das Thema „Santa, wie er raucht, trinkt, flucht und mit leichtbekleideten Frauen posiert“ ist ganz schön abgearbeitet, und als Liberale hab ich auch nichts gegen Rauchen, Trinken und leichtbekleidete Frauen, denn Santa kann ja in seiner Freizeit machen, was er will, solange der die Geschenke abliefert. Aber was, wenn er sie einfach selbst behält?

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Laubkönig

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Jedes Jahr im Herbst, wenn sie lange genug faul an ihren Bäumen gehangen haben, wählen die Blätter einen König und ziehen in den Krieg – wohin der Wind sie treibt.

Die Initialidee stammt von Frau Kreadiv, wenn auch mit ganz anderem Einschlag. Weil die Fertigung dieses Bildes mich ziemlich in Anspruch genommen hat, gibt es mal wieder ein Making of. Und natürlich das übliche Gejammer über verfälschte Farben beim Abfotographieren.

Update: Noch ein Versuch, die Farben besser rauszuholen. Ganz so grell sind sie aber auch wieder nicht.

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Muscheln

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Aus mir selbst nicht ganz einsichtigen Gründen war ich der Meinung, Muscheln zu zeichnen sei eine tolle Idee. In der Tat hat es einen gewissen Beruhigungseffekt, und ich begeistere mich immer mehr für die vormals verhassten Aquarellfarben, aber auf die Dauer wird man auch ganz schön rammdösig davon, auf Aberzillionen Schattierungen und Formierungen von Kalk zu starren.

jakobsmuschel