Bleistift

Zwei Portraits

Irene Adler („Sherlock“, BBC)

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Vanessa Ives („Penny Dreadful“, Showtime/BSkyB)

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Ich hasse Aquarellfarben. Mal wieder. Aber es ist ein produktiver Hass.

„Mach doch mal ein Portrait mit Aquarellfarben“, sagte mein Zeichenlehrer neulich. „Da muss man locker und präzise gleichzeitig sein!“, sagte er. „Kriegst du hin“, meinte er.

Nach den zwei Übungsportraits muss ich feststellen, dass er ausnahmsweise mal Unrecht hat: präzise kann ich, locker nicht. Vor allem nicht bei den Hintergründen – ich bin unglücklich, wenn ich nicht exakt kontrollieren kann, wo die Farbe hinläuft, aber genau das macht den eigentlich Reiz der Aquarelltechnik aus (meistens verwende ich sie eher als „gewöhnliche“ Wasserfarben auf trockenem Papier, nicht auf nassem, wie es gedacht ist). Aber Portraitzeichnen macht unerwartet viel Spaß, auch wenn hinsichtlich der Ähnlichkeit sicher noch Luft nach oben ist.

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Kaiserpfalzdetail

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Goslar ist eine meiner Lieblingsstädte – dort gibt es Fachwerkhäuser en masse, Gose, ein Flüsschen mit dem lustigen Namen „Abzucht“, ein Bergwerk und eine Kaiserpfalz. Deren Rettung vor dem Zerfall ist dem Nationalismus der 1860er und70er Jahre zu verdanken, auch wenn diese Rettung um den Preis einiger wilhelminischer Bausünden und eines sehr nationalistisch-kitschigen, aber technisch ziemlich beeindruckenden Wandgemäldes im Kaisersaaal erfolgte. Ich hab mich hier auf die Pfalzkapelle St. Ulrich beschränkt – eigentlich sind es sogar zwei Kapellen übereinander. Die obere war exklusiv der Kaiserfamilie vorbehalten und in der unteren liegt das Herz Heinrichs des III., der von 1046 bis 1056 Kaiser des Heiligen Römischen Reiches deutscher Nation war. (Der Rest von ihm liegt in Speyer, aber Goslar war seine Lieblingspfalz, weshalb man das mit dem begrabenen Herz ruhig metaphorisch verstehen kann.)

Stillleben

Aufmerksame Leserinnen und Leser erinnern sich vielleicht noch an meinen vergeblichen Versuch, mir zeichen- und maltechnisch ein bisschen Weiterbildung angedeihen zu lassen. Nachdem ich zu dem Schluss gekommen war, dass ich es einfach an der falschen Stelle versucht hatte, waren erst mal andere Dinge wichtiger als Kunst, und dann stürzte ich mich auf das weite Feld der kostenpflichtigen Kunstkurse (in der Hoffnung, dass Leute, die sich dafür bezahlen lassen, anderen Leuten was beizubringen, eher in der Lage sind, künstlerische und philosophische Differenzen zu überbrücken), woraus man eigentlich einen eigenen Blogbeitrag basteln könnte, hätte ich mich in 90% der Fälle nicht bereits von den Homepages und Angebotskatalogen abschrecken lassen: Vormittagstermine und saftige Preise gingen Hand in Hand mit Werkbeispielen, die in mir den nagenden Verdacht aufkeimen ließen, dass es wieder so oder ähnlich laufen würde wie damals in der HGB. Long story short, am Ende machte ich ein sehr nettes Atelier in der Nachbarstadt ausfindig, wo ganz „akademiemäßig“ Zeichnen unterrichtet wird (also mir Augenmerk auf Bildaufbau, Perspektive, Kontraste und das ganze Zeug, was man kaum sieht, wenn es gut läuft, und tierisch stört, wenn man mal wieder vergessen hat, dass es sowas wie Fluchtpunkte gibt *hust*), und natürlich macht man auch dort als Neuling wieder Stillleben:

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Inzwischen ist daraus eine Vorzeichnung geworden:

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Das ganze Ding ist schon deutlich weiter (und an dieser Stelle kann ich amtlich verkünden: ich hasse Temperafarben. Wasserlöslicher Mist.), aber (noch) nicht dokumentiert. Mal sehen, was draus wird. Ich fürchte ja, zum Angucken ist es eher langweilig, aber ich für meinen Teil lerne gerade sehr viel. Und bin ausgesprochen erfreut, dass die Suche jetzt erst mal ein Ende hat.