Zeichnungen

Zwei Portraits

Irene Adler („Sherlock“, BBC)

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Vanessa Ives („Penny Dreadful“, Showtime/BSkyB)

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Ich hasse Aquarellfarben. Mal wieder. Aber es ist ein produktiver Hass.

„Mach doch mal ein Portrait mit Aquarellfarben“, sagte mein Zeichenlehrer neulich. „Da muss man locker und präzise gleichzeitig sein!“, sagte er. „Kriegst du hin“, meinte er.

Nach den zwei Übungsportraits muss ich feststellen, dass er ausnahmsweise mal Unrecht hat: präzise kann ich, locker nicht. Vor allem nicht bei den Hintergründen – ich bin unglücklich, wenn ich nicht exakt kontrollieren kann, wo die Farbe hinläuft, aber genau das macht den eigentlich Reiz der Aquarelltechnik aus (meistens verwende ich sie eher als „gewöhnliche“ Wasserfarben auf trockenem Papier, nicht auf nassem, wie es gedacht ist). Aber Portraitzeichnen macht unerwartet viel Spaß, auch wenn hinsichtlich der Ähnlichkeit sicher noch Luft nach oben ist.

Laubkönig

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Jedes Jahr im Herbst, wenn sie lange genug faul an ihren Bäumen gehangen haben, wählen die Blätter einen König und ziehen in den Krieg – wohin der Wind sie treibt.

Die Initialidee stammt von Frau Kreadiv, wenn auch mit ganz anderem Einschlag. Weil die Fertigung dieses Bildes mich ziemlich in Anspruch genommen hat, gibt es mal wieder ein Making of. Und natürlich das übliche Gejammer über verfälschte Farben beim Abfotographieren.

Update: Noch ein Versuch, die Farben besser rauszuholen. Ganz so grell sind sie aber auch wieder nicht.

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Stillleben (2)

Das Stillleben ist fertig.

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(Wie üblich sieht es in natura nochmal ein bisschen anders aus. Sogar noch anderser als sonst, weil bei schlechtem Licht fotographiert.)

Und was kommt danach?

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Mehr Stillleben natürlich. (Ich kann den Tisch inzwischen im Schlaf zeichnen, und vor allem die Buch-Muschel-Flasche-Kombination.)

Und damit zurück ins Sommerloch.

Stillleben

Aufmerksame Leserinnen und Leser erinnern sich vielleicht noch an meinen vergeblichen Versuch, mir zeichen- und maltechnisch ein bisschen Weiterbildung angedeihen zu lassen. Nachdem ich zu dem Schluss gekommen war, dass ich es einfach an der falschen Stelle versucht hatte, waren erst mal andere Dinge wichtiger als Kunst, und dann stürzte ich mich auf das weite Feld der kostenpflichtigen Kunstkurse (in der Hoffnung, dass Leute, die sich dafür bezahlen lassen, anderen Leuten was beizubringen, eher in der Lage sind, künstlerische und philosophische Differenzen zu überbrücken), woraus man eigentlich einen eigenen Blogbeitrag basteln könnte, hätte ich mich in 90% der Fälle nicht bereits von den Homepages und Angebotskatalogen abschrecken lassen: Vormittagstermine und saftige Preise gingen Hand in Hand mit Werkbeispielen, die in mir den nagenden Verdacht aufkeimen ließen, dass es wieder so oder ähnlich laufen würde wie damals in der HGB. Long story short, am Ende machte ich ein sehr nettes Atelier in der Nachbarstadt ausfindig, wo ganz „akademiemäßig“ Zeichnen unterrichtet wird (also mir Augenmerk auf Bildaufbau, Perspektive, Kontraste und das ganze Zeug, was man kaum sieht, wenn es gut läuft, und tierisch stört, wenn man mal wieder vergessen hat, dass es sowas wie Fluchtpunkte gibt *hust*), und natürlich macht man auch dort als Neuling wieder Stillleben:

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Inzwischen ist daraus eine Vorzeichnung geworden:

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Das ganze Ding ist schon deutlich weiter (und an dieser Stelle kann ich amtlich verkünden: ich hasse Temperafarben. Wasserlöslicher Mist.), aber (noch) nicht dokumentiert. Mal sehen, was draus wird. Ich fürchte ja, zum Angucken ist es eher langweilig, aber ich für meinen Teil lerne gerade sehr viel. Und bin ausgesprochen erfreut, dass die Suche jetzt erst mal ein Ende hat.

Muscheln

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Aus mir selbst nicht ganz einsichtigen Gründen war ich der Meinung, Muscheln zu zeichnen sei eine tolle Idee. In der Tat hat es einen gewissen Beruhigungseffekt, und ich begeistere mich immer mehr für die vormals verhassten Aquarellfarben, aber auf die Dauer wird man auch ganz schön rammdösig davon, auf Aberzillionen Schattierungen und Formierungen von Kalk zu starren.

jakobsmuschel